Immobilienmediation

Schwerpunkt meiner Tätigkeit als Mediatorin, ist die Begleitung von Immobilien-Mediationen. Dabei kann Thema einer Mediation jede Situation sein, die zu einem Konflikt geführt hat oder führen könnte (und der Konflikt so noch verhindert werden soll). In der Praxis sind vor allem Mediationen in nachfolgend aufgezählten Bereichen häufig und werden von mir auch regelmäßig als Mediatorin begleitet:

Miteigentümer
Wenn es bei einer Liegenschaft mehrere Eigentümer gibt, so kann es zu Meinungsverschiedenheiten über die Verwaltung der Liegenschaft oder die rechtliche Zukunft der Liegenschaft kommen. Konflikte sind insbesondere dann häufig, wenn es sich um Miteigentümergemeinschaften handelt, die nicht bewusst und freiwillig geschlossen wurden (etwa mehrere Erben oder Beschenkte). Ziel eines Mediationsverfahrens ist es dann meist, Modalitäten zur Verwaltung und laufenden Entscheidungsfindung zu vereinbaren oder sich über das weitere Schicksal der Liegenschaft (Aufteilung zwischen den Miteigentümern, gemeinsamer Verkauf, Verkauf an einen Miteigentümer, Pazifizierung, etc.) zu einigen.

Vermieter und Mieter
Auch zwischen Vermietern und Mietern kann es zu Konflikten kommen, die mithilfe eines Mediationsverfahrens oft relativ rasch gelöst oder zumindest erheblich gemildert werden können. Typischerweise bieten hier folgende Themenkomplexe Konfliktpotential: Verhalten des Vermieters oder Mieters, das den anderen Teil stört; Renovierungsarbeiten im Mietobjekt oder auf der Liegenschaft; Forderung von Investitionsersatz oder Mietzinsminderung; Befristung oder Beendigung des Mietvertrages (allenfalls gegen Entgelt, also „Ablöse“) – natürlich kann ein Mediationsverfahren jeweils auch erst bei bereits eingebrachter Kündigung oder Räumungsklage begonnen werden.

Wohnungseigentümergemeinschaft und Wohnungseigentümer
Auch Wohnungseigentümer sind ja Miteigentümer einer Liegenschaft, weshalb sich hier auch oft ähnliche Probleme ergeben. Typische Fälle, in denen ich Mediationsverfahren zwischen einzelnen Wohnungseigentümern, der Gemeinschaft oder Dritten begleite sind: Verhalten eines Wohnungseigentümers oder dessen Mieter, das andere Wohnungseigentümer stört; (angestrebter) Ausschluss eines Wohnungseigentümers; unregelmäßige Zahlung des Wohnbeitrages eines Wohnungseigentümers; Konflikte über Angelegenheiten der Verwaltung oder Renovierungsarbeiten der Liegenschaft; angestrebte Beschlussfassungen oder Beschlussanfechtungen; Streitigkeiten mit der Verwaltung der Liegenschaft oder beabsichtigte Kündigung bzw Wechsel der Hausverwaltung.

Nachbarn
Wie schon Friedrich Schiller wusste, kann der „frömmste nicht in Frieden leben“, wenn er sich mit seinem Nachbarn streitet. Tatsächlich sind Konflikte zwischen Nachbarn häufig, kann man sich doch diese (und Verwandte) nicht aussuchen. Regelmäßig betreue ich Mediationsverfahren zwischen Nachbarn insbesondere zu folgenden Themen: Immissionen (Schatten, Lärm, Geruch etc.) stören einen Nachbarn; Wurzeln, Bäume oder sonstige Pflanzen ragen auf das Nachbargrundstück oder verunreinigen dieses; Streitigkeiten in Zusammenhang mit der Gestaltung, Änderung oder Erhaltung der gemeinsamen Grundstücksgrenze; verwaltungsbehördliche Verfahren (vor allem Bauverfahren) etc.

Immobilientreuhänder (Bauträger, Immobilienverwalter und Immobilienmakler) und Kunden
Zwischen den Professionisten im Immobilientreuhänder-Gewerbe und deren Kunden kann es ebenfalls immer wieder zu Konflikten kommen. Auch hier ist es von Vorteil, dass ich beide Seiten – nämlich die des Bauträgers, Verwalters und Maklers, aber auch die des jeweiligen Kunden – aus eigener Erfahrung kenne. In der Praxis sind insbesondere folgende Themen Anlass für ein Mediationsverfahren: Konflikte rund um den Kauf einer Wohnung vom Bauträger; Differenzen über die Provision des Immobilienmaklers; Streitigkeiten zwischen Liegenschaftseigentümer(n) und der Verwaltung oder beabsichtigte Kündigung bzw. Wechsel der Hausverwaltung.

Bauführung
Da Baustellen meist mit erheblichen Beeinträchtigungen einhergehen, bieten sie natürlich auch jede Menge Konfliktpotential. Mediationsverfahren sind daher auch in diesem Bereich häufig und beschäftigen sich vor allem mit folgenden Themen: Konflikte zwischen Bauherr und Anrainern oder Mietern, die sich durch die Baustelle gestört fühlen; Konflikte zwischen Auftraggebern und Professionisten oder zwischen diesen untereinander; Konflikte mit Behörden.

Käufer / Verkäufer
Im Vorfeld oder auch nach Abschluss eines Immobilien-Kaufvertrages kann es ebenfalls zu unerwarteten Konflikten kommen, die Anlass für ein Mediationsverfahren bieten. Meist geht es hier um Fragen der nachträglichen Preisminderung oder –erhöhung, oder des Rücktritts bzw der Rückabwicklung des Kaufvertrages; oft spielen dabei auch Mängel (die nachträglich entdeckt werden oder hervorkommen) eine große Rolle; gelegentlich helfen Mediationsverfahren auch, einen für alle Seiten akzeptablen Vertragstext zu vereinbaren.

Bei der Konfliktlösung spielen die kulturellen und sprachlichen Hintergründe der Beteiligten oft eine wichtige Rolle. Denn das nicht gesprochene (und folglich oft missverstandene) Wort und die kulturelle Diversität können zu Missverständnissen führen und Konflikte und Emotionen lassen sich am besten in der Muttersprache lösen. Aufgrund meiner internationalen Schulausbildung bin ich zweisprachig aufgewachsen (Deutsch und Englisch) und biete ich daher besonders gerne auch Immobilien- oder Wirtschaftsmediation mit internationalen Beteiligten bzw auf Englisch an.