Grundsätze der Mediation

Streitschlichtung, Schiedsrichter

Grundlagen

Mediation zielt auf die außergerichtliche Lösung von zwischenmenschlichen Streitigkeiten ab. Gerichtlich lassen sich solche Kontroversen nämlich oft nicht oder nicht langfristig zufriedenstellend lösen, weil ein Eingehen auf Emotionen prozessual nicht vorgesehen ist. Im Mediationsverfahren hingegen steht der Einzelne mit seinen Emotionen, Beweggründen, Bedürfnissen und Interessen im Vordergrund. Der Mediator leitet die Teilnehmer (Medianden) als überparteilicher „Moderator“ an, ergebnisoffen und eigenverantwortlich eine von ihnen selbst geschaffene Lösung zu finden. Er unterliegt hierbei einer strengen Verschwiegenheit, die sogar ein gesetzliches Zeugnisverweigerungsrecht vor Gericht begründet. Durch die sondergesetzliche Regelung eines Mediationsverfahrens im Zivilmediationsgesetz (ZivMediatG – BGBl I 29/2003 idgF) werden unter anderem auch etwaige Fristen eines in derselben Sache bereits anhängigen Gerichtverfahrens gehemmt. Dadurch ist sichergestellt, dass im Falle einer nicht hinreichenden und umfassenden Klärung der Thematiken, der zivilprozessuale Weg den Parteien weiterhin unbeschadet offen steht.

Fehlendes Puzzlestück

Ablauf

Um einen vermeintlich unüberschaubaren Konflikt zu lösen, ist es häufig notwendig, den Blickwinkel zu erweitern und die tiefer liegenden Gründe dahinter zu beleuchten. Deshalb ist die Individualität eines Mediationsverfahrens ein elementarer Punkt weshalb es auch keinen „starren Ablauf“ gibt. Ein Erstgespräch, um einander persönlich kennenzulernen und über die konkreten Möglichkeiten, die etwaige Dauer und die zu erwartenden Kosten eines Mediationsverfahrens zu sprechen, ist bei mir immer kostenlos und völlig unverbindlich.

Entscheiden sich die Beteiligten dann dazu, das Mediationsverfahren durch mich begleiten zu lassen, so macht es Sinn, dass sich alle Beteiligten – noch bevor die Mediation wirklich losgeht – zusammensetzen und über die gewünschten Ziele und Abläufe einer Mediation sprechen. Dabei wird meist ein Mediationsvertrag (siehe hier) erarbeitet, den alle Beteiligten zum Zeichen ihres Einverständnisses unterschreiben und der folgende Eckpunkte beinhaltet: zu bearbeitende Konfliktpunkte (Inhalt des Mediationsverfahrens), „code of conduct“ für alle Beteiligten (insbesondere Verschwiegenheitspflicht, Kooperationspflicht etc), zeitlicher Rahmen und Zeitplan, Stundensatz (Honorar) und Ähnliches. Meist wird im Anschluss an die Vereinbarung dieses Mediationsvertrages bereits der Termin für die erste Sitzung fixiert.